Filialkirche Maria Meeresstern

Die Kapelle Maria Meeressterin in Rostock-Warnemünde

Informationen zur Katholischen Filialkirche Warnemünde "Maria Meeresstern"

Die Katholische Filialkirche Warnemünde wurde 1938 als Seelsorgestelle, 1943 als Kirchengemeinde und 1970 als Pfarrei eingerichtet.
Mit der "Entdeckung" Warnemündes als Badeort wurden etwa seit dem Jahr 1900 während der Badesaison regelmäßig Gottesdienste in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule oder auch in Gaststätten von Kurgeistlichen gefeiert.
Mit der Industrialisierung (Flugzeugbau) Ende der zwanziger / Anfang der dreißiger Jahre zogen vermehrt auch katholische Christen nach Warnemünde. Im Jahre 1938 konnte das Haus Schillerstrasse 1 (damals Blücherstraße), eine ehemalige Pension, erworben und als Gemeindehaus ausgebaut werden. Der erste Pastor kam in die neu errichtete Seelsorgestelle. Die Kapelle wurde Maria, dem Stern der Meere (Maria stella maris) geweiht.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges kamen auch viele katholische Flüchtlinge nach Warnemünde und die umliegenden Dörfer, die Gemeinde wuchs stark. Zur Gemeinde gehörten auch die Dörfer zwischen Warnemünde und Rostock - in der Dorfkirche Lichtenhagen fanden einmal im Monat katholische Gottesdienste statt.
Mit dem Bau der Satellitenstädte etwa ab 1960 zogen viele junge Menschen aus Warnemünde weg, die katholische Gemeinde "Thomas-Morus" in Evershagen wurde gegründet.

Seit 1986 hat die Pfarrei Warnemünde keinen eigenen Pfarrer mehr, die seelsorgerische Betreuung erfolgt durch die Priester der Thomas-Morus-Pfarrei.
Heute gehören zur Warnemünder katholischen Gemeinde ca. 450 Mitglieder, die in Warnemünde, Diedrichshagen und Markgrafenheide wohnen. In den Sommermonaten können wir viele Gäste in unseren Gottesdiensten begrüßen.

Das Altarbild, 1939 von Ludwig Nolde (1888-1958) geschnitzt, zeigt unter anderem einen Blick auf Warnemünde. Neben der Silhouette mit Leuchtturm und evangelischer Kirche sind die Gebäude dargestellt, in denen bis dahin katholische Gottesdienste gefeiert worden waren.
Die Tafeln des Kreuzweges wurden ebenfalls von Leo Nolde geschnitzt.

In der Sommersaison wird die Kirche von vielen Touristen besucht.
Außerdem ist sie ein begehrter Ort für Hochzeiten. Es kommen auch viele Paare von außerhalb, die sich hier trauen lassen.